Kurzgeschichten für und gegen graue Herbsttage
 



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Das Erste, was mir an ihm auffiel, war sein Dreitagebart. Während ich darüber sinnierte, wie man denn nun "Frappuccino" aussprechen möge - Frääppuccino oder doch einfach nur Frappuccino? -, um mir die Peinlichkeit zu ersparen, das Getränk mit einem schlechten amerikanischen Akzent beim falschen Namen zu nennen, stach mir diese makellose, perfekt gewachsene Gesichtsbehaarung ins Auge und der Frappuccino war vorerst vergessen. Meine Blick wanderte vom Bart weiter nach oben, passierte eine markante Nase und traf schließlich auf dunkle Augen. Mein Gehirn setzte ein zweites Mal aus. Die dunklen Augen waren umrahmt von noch dunkleren, langen Wimpern. Nicht so lang, dass es zu feminin ausgesehen hätte, aber dennoch ungewöhnlich lang und perfekt geschwungen, sodass seine Augen noch besser zur Geltung kamen. Ich beobachtete, wie der junge Mann geschickt ein Getränk zubereitete. Er hatte schöne Hände. Und schon traten wir in meinem Kopf vor den Traualtar, gaben uns das Ja-Wort und liebten uns heiß und innig vor versammelter Mannschaft. Hach. Unsere Kinder würden so schön werden. Plötzlich riss mich eine Fistelstimme aus meinem Tagtraum und ich drehte mich mit einem finsteren Blick einmal um die eigene Achse, um die Quelle dieses nervtötenden Geräuschs ausfindig zu machen. Mit einem Räuspern machte der von mir umschwärmte Barista hinter der Theke auf sich aufmerksam und ich bemerkte, dass ich an der Reihe war. Leicht irritiert schaute er mich an und da dämmerte mir allmählich, dass diese grässliche Stimme zu ihm gehören musste. Meine Befürchtung wurde bestätigt, als der Barista die Frage nach meiner Bestellung wiederholte, und das auch noch in einem so unfreundlichen Ton, dass ich ihm am liebsten den "Frääppuccino" - mit einem selbstgefälligen Blick verbesserte er meine Aussprache - in sein makelloses Gesicht gedonnert hätte.  "Er hätte wahrscheinlich sowieso irgendwann die Kaffeemaschine mit seinen Experimenten in Brand gesteckt und unser schönes Einfamilienhaus abgefackelt", dachte ich noch, als ich das Café verließ.
19.10.14 23:27
 
Letzte Einträge: "Ich denke nicht." , Jerome, Vom Altwerden, Der Tag, an dem das Bushaltestellenhäuschen blau gestrichen wurde, Feuer


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